Review re:publica Tag 1 – In Kontakt mit dem Internet 

Nachdem ich ganz strebsam Montag Abend bereits mein Bändchen abgeholt hatte, durfte ich Dienstag Morgen ganz cool mit den ganzen Profis und Promis durchs Tor schlendern. Obwohl meine erste re:publica, hatte ich doch genug Anschluss, um erstmal nicht ins Gebäude zu gelangen, sondern, wie es sich gehört, mich auf dem Hof festquatschte.

 

Es folgen nun meine höchst subjektiven 1337er Eindrücke:

1 Fashion tec Eröffnung:  Verbindungen herstellen, Brücken schlagen

Ich bin gar kein Modemädchen, ich war trotzdem da. Vielleicht, weil ich gern eins wäre, aber nicht die Möglichkeiten habe, mich so anzuziehen, wie ich möchte. Ich mag nämlich leise Kleidung, die sich gut anfühlt. Leise ist meist schon Business, wenn sie sich gut anfühlt, kann ich es mir im Normalfall nicht leisten. Was unterscheidet eigentlich ein Modemädchen von einem Nähnerd? Sind Nähnnerds Modemädchen? Modemädchen sind für mich Menschen (ja, ich zähle die modebloggenden Herren ebenfalls dazu) die Mode konsumieren und darüber bestenfalls noch reden/bloggen whatever. Nähnerds sind für mich Menschen, die die Mode auch noch selbst herstellen. An manchen Tagen kann also auch ein Nähnerd ein Modemädchen sein und umgekehrt.

2 Abschaffung der Wahrheit Lügen wird teuer!

Was tun mit Menschen, die sich dem Diskurs um Wahrheit entziehen? Also Pegida Leute zum Beispiel. Am Beispiel Guttenberg wird exemplarisch gezeigt, wie ein solcher Lügner digital zur Strecke gebracht werden kann. Durch das Internet wird das nämlich günstiger (weil einfacher ) und Lügen teuer (weil schwerer). Der Begriffemissbrauch der jedoch genannt wird, ist denke ich eine Folge der generellen Hassliebe zur begrifflichen Schärfe. Ist ja auch langweilig, wenn wir in einer Diskussion wissen, was der andere eigentlich meint.

3Vermessung der Medienwelt

FuturZwei Anstifter Prof. Welzer durfte die Keynote halten und sah mal wieder die Probleme der Digitalisierung selbst am Pissoir. Das kennen wir von ihm schon und leider führt er auf Bühnen immer nur seine Best of Vorurteile aus, so wird nämlich nie richtig deutlich, dass er da doch ganz gut argumentiert. Allein die Annahme, Demokratie erfordere Privates (die ist natürlich unbestritten) und das Digitale stehe dem entgegen (ja, wenn man sich nur mit der Reduktion statt Revolution beschäftigt) geht mir völlig ab. Wenn er mehr Zeit hat, zum Beispiel wenn er Bücher schreibt, führt er solche Sachen noch nett aus, das tat er aber Dienstag nicht. Deshalb:

Ist Reduzierung und morgen wirklich nur über weniger digital und analog möglich? Was ist mit dem Vorsprung durch Technik? Oder weniger konsumieren DURCH Technik? Gestern ist keine Lösung für morgen! Wir können die digitale Revolution nicht aufhalten, aber wir können sie gestalten. Der Schluss kann keine Abschaffung des Digitalen sein, sondern die Einforderung von Partizipation!

Frau Zypries sagte dann noch, dass das Internet nicht wieder weg geht, ich war beruhigt und konnte zu 2 schleichen.

4 #Findinginclusion

Was ist Inklusion? Das Internet ist nicht barrierefrei, aber es ist eine Chance zu sprechen. Was folgt war eine Expedition zu BestPractice Beispielen und Vorbildern /AktivistInnen – digitales inclusiver machen , UnterstützerInnen finden, Netzwerken.

Eine tolle Sache, ich war dann irgendwie verabredet und musste eher raus.

5 Stimmen im Netz

Nele Heise berichtet über Podcaster, Forschung und stellt die Nischenfrage, bevor sie  Kathrin Rönicke ( Lila Podcast),Alexandra Tobor (In trockenen Büchern, Wrintheit),  Sarah Geser (Gameblog ) und Tine Nowak (Kulturkapital) auf die Bühne holt und mit ihnen über Podcasting, Stimmen, aber auch über Finanzen und flattr spricht. Ein wunderbarer Talk, der mir ein ziemlich schlechtes Gewissen machte, weil hier noch Folgen rumliegen und ich euch schon lange keine Folge mehr präsentiert habe.  Ich würde mir übrigens auch mehr Interaktion mit euch wünschen, über Kommentare, die Wunschfrage oder per Mail. Auch gern auf Twitter, sprecht mich an!

Danach hatte ich tolle Gespräche auf dem Hof und ein tolles Abendessen in Kreuzberg.

Rückblickend war ich am ersten Abend total erschlagen. Soviel Eindrücke. Ich hab ein paar der Frauen getroffen, die ich sonst so gern im Ohr habe. Fantastisch! Ich hab natürlich auch schon mitbekommen, dass man auf der re:publica gerne meckert, daher muss ich auch was finden:

Zuwenig Kaffeestände. Das geht ja immer.

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2 Gedanken zu “Review re:publica Tag 1 – In Kontakt mit dem Internet 

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