#Freitagsliebe für @annegret 

Ihr erinnert euch, unter #freitagsliebe wird neuerdings in einer Art ganz dollem #ff mit Liebe und Glitzer geworfen um all dem Hass und den schlechten Nachrichten im Netz etwas entgegenzusetzen und auf Menschen aufmerksam zu machen, die euer Leben bereichern und euch inspirieren.

Heute gilt meine Freitagsliebe @annegret.

 

Ich weiß gar nicht mehr, wie sie in meiner Timeline auftauchte. Vielleicht weil wir in der selben Stadt wohnen? Ich kann es nicht mehr genau sagen. Fakt ist aber, dass sie mittlerweile ein Vorbild für mich ist.

@annegret bloggt unter „Herr Crohn und ich“ über ihre Morbus Crohn Erkrankung und spricht auch auf Twitter offen über ihre Erkrankung und das Geraffel, was so eine Krankheit mit sich bringt. Wir haben nicht die gleiche Erkrankung, sie Crohn, ich chronische Polyarthritis und Morbus Bechterew. Das ist einerseits Welten voneinander entfernt und andererseits so nah bei einander. Das Cortison, die Schmerzen, die Arzttermine mit denen man so neben Job und Privatleben jongliert. Die Einschränkungen. Und trotzdem rockt sie ihr Leben, hat eine kleine Tochter und ist daneben noch unfassbar cool. So mit Musikgeschmack und Nerd und so. Und sie setzt sich auch noch für andere ein, ist engagiert.

Taugt an sich schon ziemlich als Vorbild. Was das im Gesamtpaket mit mir macht ist aber noch etwas anderes. Ich fühle mich weniger allein. Andere PatientInnen und Selbsthilfegruppen für chronisch Kranke können eine sehr deprimierende Sache sein. Viele finden, auch weil es da kaum adäquate Begleitung gibt, keinen Umgang mit ihrer Krankheit, den Einschränkungen oder auch der Aussicht, für immer krank zu sein. Und häufig, zumindest ist mir das oft passiert, sprechen einem diese Personen dann die Krankheit ab. Weil man ja klarkommt, da muss es ja viel weniger schlimm als bei ihnen sein. Was so oft so falsch ist. Die, die nicht aufgeben, sind so selten. Und dann ist da jemand, der auch so einen Mist mitmachen muss und genau wie ich, sich davon nicht aufhalten lässt, einen Umgang damit hat, deren Leben sich nicht nur um die Erkrankung dreht, sich nicht vollständig davon definieren lässt und, ja, einfach rockt.

Das tut so gut, insbesondere, wenn man selbst mal strauchelt. Dann schaue ich in meine Timline und bin gleich ein bisschen weniger am straucheln. Weil sie es auch hinkriegt. Danke dafür.

(Ich sollte dir so einen Kaffe mit Eis drin ausgeben, der war lecker)

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Ein Gedanke zu “#Freitagsliebe für @annegret 

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