Gibt halt so Zeiten

Ich fasse mich heute mal sehr kurz.

Ich hatte Supervision und man kommentierte meine Blässe und auch sonst war es eher ereignislos, bis auf (man erzählt ja wie es grad so läuft) die unzähligen Beileidsbekundungen zu meiner momentanen Situation auf der Arbeit.

Wer mich kennt weiß, ich bin eher so das Workaholic-Hörnchen. Und dabei recht faul effizient und stur durchsetzungsstark. Wenn die Arbeit zu viel wird, aber trotzdem erledigt werden muss, drehe ich den sprichwörtlichen Shetlandponypopo in den Regen und mach halt weiter. Nicht begeistert, ich hype nicht die allgemeine Busy-ness, ich krieg halt meinen Scheiß weg. Was an mir nagt, sind die Beileidsbekundungen.

„Oh nein, also der viele Regen auf deinem Fell, ich würd ja abbrechen!“

„Warum tust du dir das nur an, du bist doch masochistisch!“ (besonders frech, btw)

Das war so der Tenor, garniert mit paternalisierender Besorgnis und Hand auf den Arm legen. Es verlor niemand den selbigen, aber ich war tief drinnen etwas grummelig und auch ein wenig traurig. Solchen Bekundungen mangelt es nämlich auch mal völlig an Wertschätzung für das, was man eben grad leistet.

Und dann kam Kollegin U. Nickt mir zu und sagt „Gibt halt so Zeiten, ne? Ich kenn das, du ja auch. Kommt auch wieder anders. Einfach machen. Du schaffst das ja.“

Und der Rest der Herde war endlich leise. Danke Kollegin U.

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